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andreas klüber - Wärme
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Heizen mit Holz

Haben Sie eine Ölheizung oder eine Gasheizung? In aller Regel sind mit dieser Gretchenfrage die meisten Haushalte bereits abgedeckt, denn in den wenigsten Fällen gibt es wirklich gangbare Alternativen zu diesen beiden Brennstofformen. Doch dummerweise handelt es sich bei beidem um Ressourcen, die nicht mehr nachwachsen, ergo früher oder später verschwunden sein werden. Wenn Sie Wärme mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz erzeugen schonen Sie Ressourcen, die zum Verbrennen viel zu schade sind. Das ist kein Raubbau: Holz wird in Europa durch Nachhaltigkeit erzeugt, das heißt: was geerntet wird, wird wieder angepflanzt. Tatsächlich besteht ein Überangebot an Brennholz, durch die notwendige Durchforstung der Bestände fällt mehr Schwachholz an als vermarktbar ist.Wichtig ist dabei, dass das Holz direkt vom Erzeuger stammt und danach noch ein bis zwei Jahre trocknen muss. Und folgt man der Rechnung, die in dem Artikel aufgemacht wird, so ist Holz in der Tat eine der umweltfreundlichsten Heizformen:Das Verbrennen von Holz erzeugt Kohlendioxid, und CO2 verschlechtert ja eigentlich das Klima der Erde! Aber: Neue Bäume wurden ja an Stelle des Holzeinschlags gepflanzt, das ist Nachhaltigkeit. Das bei der Verbrennung freigesetzte Gas wird von diesen aus der Luft entfernt und im wachsenden Holz gespeichert- der ideale Kreislauf!

Heizen mit Holz - Stückholz

Bei Stückholz handelt es sich in der Regel um Brennholz von mehr als 14 cm Durchmesser und es kann in Heizkesseln in Längen von 30 bis 100 cm verbrannt werden. Um eine private thermische Stückholznutzung durchführen zu können, sind im Regelfall jedoch eigenständige Arbeitsschritte erforderlich. Dementsprechend muss die Bereitschaft bestehen, mit manueller Arbeit einen gewissen Aufwand für das Heizen in Kauf zu nehmen. Weiterhin sollte genügend Platz zur Lagerung des Brennstoffes vorhanden sein, da das Holz bis zu zwei Jahre lang zur Trocknung aufgeschichtet gelagert sein muss, bevor es genutzt werden kann. Außerdem muss das Stückholz zur Optimierung der Trocknung und für die Verbrennung zuvor mit einer Axt oder einem maschinellen Spaltgerät gespalten werden.

Die Stückholzfeuerung stellt vor allem dann eine ideale Lösung dar, wenn jemand selbst oder im Bekanntenkreis Wald besitzt bzw. wenn Waldbestand von einem Forstamt zur Verfügung gestellt wird und somit unkompliziert durch eine Selbsterwerbung die benötigten Brennstoffmengen beschaffen werden können. Arbeitstechnische Vorkenntnisse z.B. im Umgang mit einer Motorsäge sollten hier unbedingt bestehen – die Forstämter bieten hierzu regelmäßig Kurse an.

Heizen mit Holz - Holzpellets

Holzpellets haben eine zylindrische Form und werden aus rohem und getrocknetem Restholz (zum Beispiel: Sägemehl, Waldrestholz oder Hobelspäne) hergestellt.
Der Durchmesser der Holzpellets liegt bei ca. 4 - 10 mm und die Länge beträgt etwa 20 - 50 mm. Die Produktion der Holzpellets erfolgt unter hohem Druck ohne Zugabe von irgendwelchen chemischen Bindemitteln.

Die Formstabilität und Beständigkeit der Pellets wird durch holzeigene Bindestoffe erreicht. Der Heizwert von einem Kilogramm Holzpellets liegt bei etwa 5kWh.
Im direkten Vergleich entspricht der Heizwert eines Kilogramm Pellets in etwa dem von einem halben Liter Heizöl.

Für die Qualität von Holzpellets gibt es Normen: In Deutschland werden diese mit der DIN 51731 definiert. Für Österreich legt die ÖNORM M 7135 die Qualitätsrichtlinien fest. Darüber hinaus besteht seit Frühjahr 2002 die DINplus, die die DIN 51731 und die ÖNORM M 7135 zusammenfasst und zusätzlich noch besondere Bedingungen an Prüfverfahren und Abriebfestigkeiten stellt.

Holzpellets besitzen einen niedrigen Aschegehalt von kleiner als 0,5% und eine geringe Restfeuchte von kleiner als 10%. Pellets weisen damit einen deutlich höheren Heizwert als andere biogene Brennstoffe aus. Außerdem lassen sich Holzpellets deshalb ohne Probleme in geschlossenen Räumen lagern, wobei die Lagerstätte aber für eine Gewährleistung der optimalen Eigenschaften unbedingt trocken sein muss.

Die bei der Verbrennung von Holzpellets entstehende Asche kann bedenkenlos über den Hausmüll entsorgt oder als Dünger im Garten eingesetzt werden.

Heizen mit Holz – Holzhackschnitzel

Hackschnitzel sind zerkleinertes Holz (z.B. mit Häckslern) und dienen als Rohstoff für die holzverarbeitende Industrie (z.B. für die Spanplattenherstellung), für den Pilzanbau oder als Brennstoff z.B. für Heizkraftwerke oder für Hackschnitzelheizungen. Im Gegensatz zu Holzpellets ist der Energieaufwand der in die Produktion von Hackschnitzel gesteckt werden muss ähnlich gering wie der für die Erzeugung von Kaminholz. Daher haben Hackschnitzel als Brennstoff eine hervorragende Ökobilanz. Für die Verbrennung von Hackschnitzel werden spezielle Heizungsanlagen benötigt, die den Brennstoff automatisch fördern. Damit arbeitet eine Hackschnitzelverbrennungsanlage ähnlich komfortabel wie eine Ölheizung.

1 kg Hackschnitzel entspricht

  • 0,41 m³ Erdgas
  • 0,38 l Heizöl
  • 0,65 l Flüssiggas
  • 4,30 KWh Strom
  • 1,06 kg Brennholz
  • 0,88 kg Holzpellets
  • 0,72 kg Braunkohlebriketts
  • 0,88 kg Strohpellets
  • 0,91 kg Weizen