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Biomasse - Was ist das?

Biomasse, das ist nichts anderes als Sonnenenergie, die von Pflanzen durch Photosynthese in biochemische Energie verwandelt wurde: Aus Kohlendioxid aus der Atmosphäre und Wasser wurden Kohlehydrate - die Basis der Biomasse. Die Energie steckt in den chemischen Verbindungen der Moleküle. Sie wird als Wärmeenergie wieder freigesetzt, wenn Pflanzen beispielsweise verbrannt werden. Die Idee, die in Biomasse gespeicherte Energie zu nutzen, ist nicht neu: Holzfeuer begleiteten den Menschen auf seinem Weg von der Höhle in die Großstadt. Noch heute ist Holz in vielen Ländern eine wichtige Energiequelle. Biomasse muss jedoch nicht in festem Zustand vorliegen, um als Energieträger genutzt werden zu können. Es gibt auch Flüssigbrennstoffe wie zum Beispiel aus Zuckerrohr gewonnener Alkohol oder aus Raps- oder Sonnenblumenöl gewonnener Bio-Diesel. Und auch in gasförmigem Zustand vorliegende Biomasse kann in Energie verwandelt werden. Biogas entsteht mit Hilfe von Mikroben aus der Vergärung, beispielsweise von Gülle oder von organischen Abfällen aus der Lebensmittelindustrie und aus Privathaushalten.

Energiepflanzen

Besonderes Interesse richtet sich seit einiger Zeit auf so genannte Energiepflanzen, das heißt auf Pflanzen, deren Energiegehalt besonders hoch ist. Bereits bekannt sind Pflanzen mit stark ölhaltigen Samen wie Raps oder Sonnenblume. Als "Energieholz" gelten beispielsweise schnell wachsende Baumarten wie Pappeln und Weiden, die im Abstand von drei bis fünf Jahren geschnitten werden können. Doch es muss nicht immer Holz sein. Andere Energiepflanzen können in kurzer Zeit noch mehr Biomasse produzieren. So zum Beispiel die schnell wachsenden Schilfgräser wie das Chinaschilf oder das Riesenschilf: In einem Versuch des baden-württembergischen Landwirtschaftsministeriums wurden pro Hektar und Jahr bis zu 30 Tonnen Trocken-Biomasse geerntet. Das entspricht einer Menge von 14.000 Litern Heizöl oder 12 Tonnen Steinkohle.

Biomasse: Vorteile und Nachteile

Bioenergieträger haben einen unschlagbaren Vorteil: Sie bergen keine unkontrollierbaren Risiken wie die Atomenergie. Sie gehen auch nicht, wie fossile Energieträger, irgendwann zur Neige, sondern sind ständig erneuerbar. Im Gegensatz zur Windenergie sind sie lagerfähig und immer dann verfügbar, wenn sie benötigt werden. Außerdem können sie in fester, flüssiger und gasförmiger

Form vorliegen und damit für ganz unterschiedliche Zwecke eingesetzt werden. Ein weiterer Vorteil: Biomasse verbrennt weitgehend kohlendioxidneutral, das heißt, es wird nur so viel CO2 an die Luft abgegeben, wie zuvor von den Pflanzen aufgenommen wurde. Freigesetzt werden bei der Verbrennung allerdings Stickoxide, aromatische Kohlenwasserstoffverbindungen und Halogenverbindungen, je nach Brennstoff in unterschiedlicher Menge.